Der erste bekannte "Plan von Radeberg" mit einer erstaunlichen Detailtreue und Präzision ist um das Jahr 1665 vom kursächsischen Ingenieurleutnant, Landfeldmesser, Kartografen und Markscheider Samuel Nienborg (1615-1681) aufgenommen und gezeichnet worden.
Daten dazu im HStA Dresden unter:
Pokoj, Lydia: Plan von Radeberg, Handzeichnung, 1665, 2009
Beschreibung: Der Stadt Radeberg Weichbild / [Samuel Nienborg]. - [S.l.], [um 1665]. - 1 Plan. : Federzeichnung ; 116 x 67 cm + Beibl. (4 Bl.). Rückseitent. - Mit 2 zugehörigen Schreiben des Rates zu Radeberg und des Amtmanns Becker zu Stolpen vom 30. Mai bzw. 3. Juni 1665
Link zum Plan von Nienborg HIER.
Bildrechte: © HStA Dresden / Pokoj, Lydia
Lizenz: Rechte vorbehalten - Freier Zugang.
Federzeichnung, Maße des Originals: 116 x 67 cm
Stadtplan Radeberg 1783:
SLUB/Deutsche Fotothek Dresden
Beschreibung: Grund-Riß von der schriftsaeßigen Stadt Radeberg : worinnen ein churfürstliches Amt ist / aufgenommen im Jahr 1783 vom Ing. Unt. Officier Berggold. - [Ca. 1:3 000]. - [S.l.], 1783. - 1 Kt. : mehrfarb., 37 x 33 cm
Urheber: Berggold, ?, Vermesser & Zeichner
Verwalter: Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Kartensammlung, Signatur/Inventar-Nr.: SBB-PK & SLUB/KS A19731 (Farbkopie)
Stadtplan Radeberg um 1873:
Ketzschau, J.H. (um 1845 tätig, Hersteller), Richter, J. (um 1870 tätig, Verlag) : Grundriss der Stadt Radeberg bei Dresden, mit Bezeichnung einer genauen Ortung des Matktplatzes in Längen-, Breiten- und Höhenmaß; Lithographie, 350 x 50 mm (Darstellung), 450 x 562 mm (Blatt),
SKD Kupferstich-Kabinett Dresden A 1995-4721 Sammlung Theodor Bienert # 6036 Foto: Herbert Boswank. Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die eingetragenen Gebäude-Nr. sind damalige für die ganze Stadt durchgezählte Haus-Nummern.
(Häuser mit "xxB" -Nr. gehörten zum Amts-Burglehn, nicht zur Stadt)
Stadtplan Radeberg 1905
Dieser Stadtplan beinhaltet erstmalig die neuen Straßen-Namen und Haus-Nummern im postalischen Sinn. Deutlich sichtbar ist die während der Industrialisierung (2. Hälfte 19. Jahrhundert) rasant gewachsene Ausdehnung der Stadt, insbesondere südlich der Röder beiderseits der Eisenbahn-Linie und der nördliche Teil in Richtung Lotzdorf, das auf Grundlage der Landgemeindeordnung von 1838 bis zur "Einverleibung nach Radeberg" per 1. Januar 1920 eigenständige Gemeinde war und folglich nicht in diesem Stadtplan von 1905 enthalten ist.
Die eingetragenen Gebäude-Nr. sind Hausnummern (postalisch), keine Kataster- bzw. Flurstücks-Nummern.
Stadtplan Radeberg 1927:
Bitte die Nord-Süd-Ausrichtung beachten!
Die eingetragenen Grundstücks-Nummern sind Flurstücks-Nummern. Da die seit 1920 nach Radeberg einverleibte ehem. Gemeinde Lotzdorf eine eigene Gemarkung war, können sich Flurstücks-Nr. von Radeberg mit denen von Lotzdorf doppeln, d.h. Gemarkung / Flur mit angeben.
Entgegen der Karten-Eintragung ist Lotzdorf kein Ortsteil, sondern eine Ortslage von Radeberg.
Die neuen Wohn- und Industriegebiete südlich der Bahnlinie zeigen die gewachsene territoriale Größe von Radeberg.
Quelle: „Roßberg, Friedrich: Stadtplan von Radeberg , 1927“. Verlag Radeberger Zeitung u. Tageblatt 1927
Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Germany
Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0
https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN1018178392
Stadtplan Radeberg 1936:
Die eingetragenen Grundstücks-Nummern sind Flurstücks-Nummern. Da die seit 1920 nach Radeberg einverleibte ehem. Gemeinde Lotzdorf eine eigene Gemarkung war, können sich Flurstücks-Nr. von Radeberg mit denen von Lotzdorf doppeln, d.h. Gemarkung / Flur mit angeben.
Die neuen Wohn- und Industriegebiete südlich der Bahnlinie und auch die weitere Bebauung des nördlichen Stadtgebietes als Verbindung mit der Ortslage Lotzdorf (Kein Ortsteil!) zeigen die gewachsene territoriale Größe von Radeberg.
Stadtplan Radeberg 1948:
Dieser Plan von 1948 ist als "Orientierungsplan" angelegt und wegen der fehlenden Detail-Treue kein Stadtplan im eigentlichen Sinne. Der Anzeigenteil, besonders auf der Rückseite, gibt einen Überblick über die Institutionen und Öffentlichen Einrichtungen sowie die ärztliche Betreuung in Radeberg zu Zeiten der Sowjetischen Besatzungszone.